Kampagnen-Ende: Freude über gewonnene Transparenz

Mit über 52% sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kanton Zürich Ja zur Wiedereinführung der Formularpflicht. Damit ist ein wirksames Instrument gegen die Miet-Explosion geschaffen. Die Vorlage Mietgericht gebührenfrei hatte eine Zustimmung von gut 40% und wurde damit leider abgelehnt.

Der MV Zürich freut sich über die grosse Mobilisierung in der Bevölkerung für die Mieterschutz-Vorlagen. Herzlichen Dank an alle, die uns bei der Kampagne unterstützt haben!

Stimmlokale (Wahlbüros) Wahllokale Stadt Zürich

Öffnungszeiten der Wahllokale: Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Kreis Gebäude

  1. 1  Stadthaus, Stadthausquai 17Gantlokal, Zähringerstrasse 17
  2. 2  Alterswohnheim Mittelleimbach, Klebestrasse 9 Pavillon auf der Egg, Honeggerweg 8 Schulhaus Entlisberg, Balberstrasse 71 Schulhaus Lavater, Schulhausstrasse 1 Schulhaus Leimbach, Wegackerstrasse 40 Schulhaus Manegg, Tannenrauchstrasse 10
  3. 3  Alterszentrum im Tiergarten, Sieberstrasse 10 Genossenschaftshaus Friesenberg, Schweighofstrasse 296 Kindergarten Laubegg, Uetlibergstrasse 174 Schulhaus Aegerten, Aegertenstrasse 29
    Schulhaus Aemtler A, Bertastrasse 50 Schulhaus Im Gut, Gutstrasse 107
  4. 4  Alterswohnheim Bullinger, Bullingerstrasse 69 Schulhaus Kanzlei, Kanzleistrasse 161 Turnhalle Feld, Feldstrasse 89
    Turnhalle Sihlfeldstrasse, Sihlfeldstrasse 165
  5. 5  Schulhaus Kornhausbrücke, Limmatstrasse 176
  6. 6  Alterswohnheim Oberstrass, Langensteinenstrasse 40 Schulhaus Huttenstrasse, Huttenstrasse 14 Schulhaus Milchbuck A, Guggachstrasse 11 Schulhaus Rösli, Röslistrasse 14
    Werkjahrschulhaus, Wehntalerstrasse 129
  1. 7  Kantonsschule Hottingen, Minervastrasse 14 Schulhaus Fluntern, Hochstrasse 118 Schulhaus Langmatt, Heilighüsli 19 Turnhalle Hofacker, Hofackerstrasse 45
  2. 8  Schulhaus Balgrist, Balgriststrasse 55 Schulhaus Seefeld, Seefeldstrasse 131
  3. 9  Albisriederhaus, Albisriederstrasse 330 Schulhaus Kappeli, Badenerstrasse 618 Schulhaus Letzi, Espenhofweg 60
    Schulhaus Loogarten, Eugen Huber-Strasse 145 Turnhalle Grünau, Grünauring 26
  4. 10  Kindergarten Wildenweg (Riedhof), Wildenweg 11 Pavillon Rütihof, Geeringstrasse
    Schulhaus Bläsi, Bläsistrasse 2
    Schulhaus Letten, Rousseaustrasse 43 Schulhaus Nordstrasse, Nordstrasse 270
  5. 11  Alterssiedlung Unteraffoltern, Wolfswinkel 7 Alterswohnheim, Grünhaldenstrasse 19 Kreisgebäude Oerlikon, Gubelstrasse 1 Schulhaus Holderbach, Wehntalerstrasse 563 Schulhaus Kolbenacker, Sperletweg 71 Schulhaus Kügeliloo, Maienstrasse 9/11 Tageshort, Seebacherstrasse 63
  6. 12  Baracke Auzelg, hinter Haus Opfikonstrasse 31 Schulhaus Auhof, Herzogenmühlestrasse 53 Schulhaus Friedrichstrasse, Friedrichstrasse 21 Schulhaus Luchswiesen, Glattwiesenstrasse 86 Schulhaus Mattenhof, Dübendorfstrasse 300 Schulhaus Saatlen, Tramstrasse 208

Offener Brief an HEV – gemeinsam gegen Missbräuche

Mieterverband und HEV gemeinsam gegen Immo-Haie?
Aufgrund verschiedener Rückmeldungen von Vermietern und auch seitens des HEV, lädt der MV Zürich den HEV an den runden Tisch, um gemeinsam einen Kriterien-Katalog für faire Vermieter auszuarbeiten.

Heute Morgen (21.11.2012) erreichte den Direktor des Zürcher HEV folgendes Schreiben:

Zürich, 21. November 2012
Offener Brief: Runder Tisch für faire Verhältnisse auf dem Mietwohnungsmarkt

Sehr geehrter Herr Leiser,

Im Tagesanzeiger vom 12. November hat sich der Präsident des HEV Kanton Zürich wie folgt gegen Abzocker ausgesprochen:

„Natürlich gibt es schwarze Schafe; das stört mich selber wahnsinnig. Wenn ich höre, dass jemand überrissene Mieten verlangt, mache ich mich bemerkbar.“

Der HEV-Präsident ist nicht der Einzige, den die Abzockerei auf dem Wohnungsmarkt stört. Viele Hauseigentümer haben sich in den letzten Wochen an den MV gewandt, weil sie nicht als Immo-Haie wahrgenommen werden wollen. Sie würden Mietreduktionen stets ungefragt weiter geben, seien transparent und pflegten ein gutes Verhältnis zu den Mieterinnen und Mietern.

Nichts freut den MV Zürich mehr, als dies zu hören. Deshalb bitten wir den HEV an den runden Tisch, um gemeinsam eine Sensibilisierungs-Kampagne gegen die schwarzen Schafe auf dem Wohnungsmarkt zu lancieren.

Wir schlagen konkret die Lancierung eines gemeinsamen Labels “fairer Vermieter” und des dazugehörenden Kriterienkatalogs vor. Aus Sicht des MV verlangen faire Vermieter keine überrissenen Anfangsmieten, geben Mietzinssenkungen ungefragt weiter und verzichten während der Miete und bei Sanierungen auf sogenannte Renditekündigungen.

Als Sofortmassnahme schlagen wir dem HEV zudem vor, gemeinsam bei der Verwaltung von Herr Charles Tanner zu intervenieren, der im Sommer 2012 nach über 40 Jahren die Kündigung erhalten hat, weil der Eigentümer die Wohnung in ein Business-Appartement umwandeln will.

Der MV Zürich würde sich freuen, gemeinsam mit Ihnen für faire Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt auftreten zu können. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme.

Mit freundlichen Grüssen

Mieterinnen- und Mieterverband Zürich
Felicitas Huggenberger, Geschäftsleiterin

cc: Hans Egloff, Präsident HEV Kanton Zürich

Von den Sorgen eines HEV-Präsidenten

„Natürlich gibt es schwarze Schafe. Das stört mich selber wahnsinnig.“ Sagt Hauseigentümer-Präsident Hans Egloff heute im Tages-Anzeiger. Die schwarzen Schafe, von denen Egloff spricht, sind zahlreich – vor allem aber recht gross:

 > Die Beamtenversicherungskasse beispielsweise, die ihre Mieten in Winterthur von 2008 bis 2012 um 45 Prozent erhöht.

> Oder die Wincasa, die gerade eben in einem aussergerichtlichen Vergleich eine Anfangsmieterhöhung in Oerlikon zurücknehmen musste.

> Oder die Immobilienverwaltung der Coop, die in ihrer Siedlung im Letzipark in Zürich im Sommer 2012 noch Mietverträge mit dem Hinweis abgeschlossen hat, dass demnächst ein Umbau anstehe und die neuen Mieter keine Entschädigung wegen den Baubelästigungen erhalten würden: Inzwischen ist allen Mietern gekündigt worden.

> Oder die kantonale Liegenschaftsverwaltung Kantag, die Mietzins-Senkungen mit dem Argument blockiert, einem Nachmieter würde die Wohnung 30 und mehr Prozent teurer vermietet.

Alles schwarze Schafe, die Hans Egloff „wahnsinnig stören“, von denen er sich aber gerne als HEV-Präsident wiederwählen lässt.

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Bewährtes Formular: Einfach, schnell & transparent

Dieses Formular hat in Zug für Transparenz gesorgt. Aber die Bautätigkeit hat es nicht gebremst und wird sie auch in Zürich nicht bremsen. Dieses Argument der Formular-Gegner ist aus der Luft gegriffen, da die Wirkung offensichtilch erkannt wird: Mit Formular überlegt es sich eine Vemierterin gut, wie stark sie den Mietzins ehöhnen will und wie sie das begründet. Mit dem Formular traut sich kaum eine Verwaltung, den Anfangsmietzins unbegründet in missbräuchliche Höhen zu treiben.

Wenn Sie am 25. November 2 x JA für mehr Mieterschutz stimmen, wird die bewährte Formularpflicht auch im Kanton Zürich wieder gültig und Sie erhalten beim nächsten Wohnungswechsel mit dem Mietvertrag eine Mitteilung über die Anpassung des Anfangsmietzinses sowie Informationen zu Ihren Rechten. Einfach, schnell und transparent. Mit diesem Forumlar zeigt die Vemieterin dem Nachmieter, dass sie für Transparenz und einen guten Start ins neue Mietverhältnis ist. So bleibt der Mieterfrieden tatsächlich gewahrt.

Hier sehen Sie alle Kantone, welche die Formularpflicht bereits gesetzlich verankert haben und uns einen Schritt in Sachen transparente Mieten voraus sind:

Schlichtungsbehörden: Es geht also auch anders

Berichtigung: Entgegen den Zahlen des Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) gibt es auch im Kanton Zürich Schlichtungsbehörden, die die neue Zivilprozessordnung (ZPO) konstruktiv anwenden. In einzelnen Bezirken gibt es sogar mehr Urteilsvorschläge, als die vom BWO  veröffentlichten Zahlen suggerieren. Dies ergab eine Recherche des MV Zürich. Vor allem bei Kündigungen ist das für Mieterinnen und Mieter ein Segen: Dank einem Urteilsvorschlag kommen Mieter so zu einer angemessenen Erstreckung, damit sie etwas mehr Zeit für die Suche einer neuen Wohnung haben, auch wenn der Vermieter bei den Vergleichsverhandlungen auf stur stellt. Durch den Urteilsvorschlag werden sie auch nicht ‘gezwungen’, den teuren Gang vors Mietgericht antreten zu müssen.

Wichtiger Tipp: In der Schlichtungsverhandlung sollten Mieterinnen und Mieter darauf bestehen, dass die Behörde nötigenfalls einen Urteilsvorschlag macht. Im Verhandlungs-Coaching beim MV Zürich erklären Ihnen Fachleute, wie das geht.